Erstes Rennwochenende im Porsche GT4 CS
Ein unvergessliches Debüt!
Am vergangenen Wochenende war es endlich so weit: Mein erstes Rennwochenende im Rahmen der PCHC Serie auf dem Nürburgring stand an. Nach über einem Jahr Pause vom realen Motorsport durfte ich wieder im Rennwagen Platz nehmen, diesmal im Porsche Cayman GT4 Clubsport von Smyrlis Racing.
Freitagmorgen: Schwieriger Start im Regen
Das erste Training fand unter schwierigen Bedingungen statt, Regen von Beginn an. Für mich war es das erste Mal, dass ich im Regen auf einer echten Rennstrecke gefahren bin. Entsprechend vorsichtig ging ich an die Sache heran, um das Auto sicher und ohne Zwischenfälle wieder zurückzubringen. Trotz der Nässe und der langen Pause vom realen Fahren konnte ich wertvolle erste Erfahrungen auf nasser Strecke sammeln, ein wichtiger Lernschritt für die Zukunft.
Freitagnachmittag: Trockenes Training und erstes Rennen
Am Nachmittag zeigte sich der Nürburgring dann trocken, und ich konnte endlich beginnen, ans Limit zu gehen und Vertrauen ins Auto aufzubauen. Die Rundenzeiten wurden konstant besser, und ich fühlte mich im GT4 zunehmend wohler, auch wenn noch etwas Luft nach oben blieb.

Kurz darauf stand bereits das erste Rennen an. Beim Start war ich zunächst sehr vorsichtig und verlor dadurch einige Positionen. Doch schon nach der ersten Runde konnte ich ein Auto spektakulär außen überholen und genau in diesem Moment machte es in meinem Kopf „Klick“. Ich fühlte mich im Auto sicher, konnte meinen Rhythmus finden und weitere Positionen gutmachen. Gegen Ende des Rennens lag ich direkt hinter P2 meiner Klasse. Leider wurde das Rennen durch eine Full Course Yellow Phase neutralisiert, und die erfahreneren Fahrer wussten genau, wo sie minimal schneller als erlaubt fahren konnten. Dadurch zog P2 davon, und ich beendete mein erstes Rennen auf einem starken dritten Platz.

Samstag: Technische Herausforderungen und ein starker zweiter Platz
Im zweiten Rennen am Samstag durfte ich erstmals mit frischen Reifen starten, eine völlig neue Erfahrung für mich. Leider gelang es mir nicht, den Reifensatz optimal auf Temperatur zu bringen und korrekt anzufahren, was später zu Vibrationen führte. Zusätzlich fielen auf der Aufwärmrunde des Rennens die Anzeigen für Drehzahl, ABS und Traktionskontrolle aus. Ich musste das Auto somit „blind“ fahren und den optimalen Schaltpunkt schätzen.
Trotz dieser Schwierigkeiten konnte ich mich nach einigen Runden auf P2 behaupten, eine große Lücke nach hinten herausfahren und gleichzeitig auf den Führenden aufschließen. Dann kam erneut eine Full Course Yellow Phase, durch die ich Zeit verlor und P3 näherkam. Beim Re-Start sah ich die grüne Flagge etwas zu spät, und der Limiter ließ sich nicht sofort ausschalten, so zog P3 fünf Minuten vor Schluss vorbei. Doch Aufgeben kam nicht infrage: In der letzten Runde, nur vier Kurven vor dem Ziel, konnte ich mir P2 mit einem spektakulären Überholmanöver bei über 200 km/h zurückholen.

Fazit: Ein Wochenende voller Emotionen und Fortschritt
Mit den Platzierungen P3 und P2 habe ich nicht nur meine ersten Podien im realen Motorsport gefeiert, sondern konnte auch auf Augenhöhe mit deutlich erfahreneren Fahrern kämpfen. Es war ein intensives, lehrreiches Wochenende, das mir gezeigt hat, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Danke an meine Unterstützer
Ein riesiges Dankeschön geht an alle, die mein Crowdfunding-Projekt unterstützt haben. Ohne eure Beiträge und euren Glauben an mich wäre dieses Wochenende in dieser Form nicht möglich gewesen. Ihr habt mir den entscheidenden Schritt auf meinem Weg vom Simracing in den realen Motorsport ermöglicht und dafür bin ich euch unglaublich dankbar.
Wie geht es weiter?
In den kommenden Wochen werde ich das Rennwochenende in einem Vlog auf meinem YouTube-Kanal aufbereiten, damit ihr die gesamte Erfahrung miterleben könnt, von der Vorbereitung bis zu den emotionalen Momenten nach dem Ziel. Parallel dazu arbeite ich nun gemeinsam mit einer Sport-Marketing-Firma daran, passende Sponsoren für die Saison 2026 zu finden. Mein Ziel ist es, weitere Rennen zu fahren und meinen langfristigen Traum zu verfolgen: den Sprung in den Porsche Junior Talent Pool zu schaffen.




















